Schon die Haltungs- und Ganganalyse ist wegweisend für die Reaktion des Körpers auf Funktionsstörungen. Verändert sich die Stärke der Muskelreaktionen, zeigt sich der Einfluss dieses Reizes auf Ihren Organismus. So kreist der Therapeut die Störung und deren Herkunft ein und erkennt die für Sie zielführende Therapie.

Beispiele:

Mechanischer Testreiz bei gestörtem Bewegungssystem

Ist das Bewegungssystem gestört, dient für die Diagnose der mechanische Testreiz.

  • Bei einem Beckenschiefstand sind die beckenstabilisierenden Muskeln häufig schwach.
  • Die Muskeln werden ,,momentan stark´´ , wenn Sie liegend mit speziellen Keilen so positioniert werden, dass Ihre Beckenverwringung korrigiert ist.
  • Die Korrektur erfolgt dann in der Position und in dieser Richtung.

Chemischer Testreiz bei Nahrungsmittelunverträglichkeit

  • Zunächst wird geprüft, ob Ihr Muskel eine normale neurologische Funktion aufweist.
  • Dann nehmen Sie beispielsweise Milch in den Mund und Ihr Muskel wird neu getestet.
  • Vertragen Sie Milch, ändert sich Ihre Muskel-Testreaktion nicht. Der Testreiz ist negativ.
  • Vertragen Sie die Milch nicht, reagiert Ihr Muskel abnormal, z. B. mit einer Schwächung: Der Testreiz ist positiv

Medikamententest

Welches Arzneimittel hilft bei Ihrer Bronchitis? Dafür wird z.B. der Deltamuskel an der Schulter getestet.

  • Sie nehmen das zu testende Medikament in den Mund.
  • Ist das Heilmittel für Sie wirksam und verträglich, wird der Muskel ,,momentan stark„ und reagiert normal.
  • Diese Veränderung hält nur solange an, wie die Substanz im Mund verbleibt.
  • Dauerhaft verbessert sich Ihr Befinden erst bei ausreichend langer Einnahme.

Kiefer und Zähne

In der Kieferorthopädie und Zahnmedizin stärkt eine richtig angepasste Aufbissschiene vorher schwache Muskeln. Auch hier dient der mechanische Testreiz zur Diagnosefindung.

Herd-Test im Zahnbereich

  • Dafür wird ein normal reagierender Testmuskel ausgewählt.
  • Dann berühren Sie den verdächtigen Zahn mit dem Finger und der Muskel wird erneut getestet.
  • Liegt eine Störung des berührten Zahnes vor, so wird der vorher normal reagierende Muskel nun abnormal reagieren. Die Ursache der Störung wird dann mittels spezifischen Testreiz bestimmt.